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Wie du deinen Google Shopping Feed optimieren kannst

Wie Du Deinen Google Shopping Feed Für Ecommerce Optimieren

Wenn dein Marketing-Mix Suchmaschinenmarketing beinhaltet, dann gibt es eine Sache um die du nicht herum kommen wirst: die Optimierung deines Google Shopping Feeds.

Die Google Shopping-Ergebnisse, die in der Suchmaschine aufgelistet werden verfügen über ein enormes Potenzial das sogenannte “Return on Ad Spend” (kurz: ROAS) deiner Google Ads-Kampagnen zu erhöhen und deinen organischen Traffic über die Google-Suche zu steigern.

Search Engine Land bezeichnete Google Shopping als die "größte Wachstumschance für viele Onlinehändler im Jahr 2019" und verwies auf die massive Zunahme der Impressionen im Laufe des Jahres.

Und es ist auch nicht schwer zu sehen warum so viel Potenzial darin steckt: die weltweit größte Suchmaschine hat Google Shopping  als Konkurrenzansage für Amazon ins Leben gerufen und setzt alles darauf als Alternative für Amazon gesehen zu werden. 

Google Shopping erhält aufgrund seiner erstklassigen Platzierung in den Suchergebnissen, vieler Innovationen der Google-Ingenieure und ausschlaggebender Ergebnisse für Onlinehändler eine Menge Traffic. Und genau darin liegt DIE Gelegenheit. 

In diesem Artikel beleuchten wir genauer wie Onlinehändler ihren Google Shopping Produktfeed optimieren können um somit ihr gesamtes Potenzial für die Umsatzsteigerung ausschöpfen können. Los geht’s! 

Was ist ein Google Shopping Feed? 

Ein Google Shopping Feed ist im Grunde genommen eine Excel-Tabelle, die deinen Produktkatalog in einer bestimmten Art und Weise organisiert, sodass Google diese Produktinformationen korrekt lesen und für die Suchergebnisse darstellen kann.

Ein Produktfeed dient dem folgenden Zweck: 

  1. Es erlaubt Google Nutzern für ihre Suchanfragen relevante Ergebnisse zu liefern 

  2. Es erlaubt dir deinen CTR und ROAS für deine Google Shopping Kampagnen zu erhöhen

Rein technisch gesehen, ist ein Produktfeed nichts anderes als ein .txt. oder .xml Dokument voller Produktattribute wie dem Titel, Beschreibung, Kategorie, Preis und viele weitere Informationen, die wir im nächsten Abschnitt einmal genauer erläutern. Das sollte dir bekannt vorkommen falls du bereits ein PIM-System nutzt. 

Um genauer zu sein, zieht Google Shopping die Produktinformationen aus zwei Feeds: dem Hauptfeed und dem Subfeed. Der Hauptfeed enthält grundlegende Produktinformationen wie den Namen, Preis etc., während der Subfeed ergänzend zum Hauptfeed verwendet wird und wie du schon richtig vermutest, ergänzende Informationen enthält, die deine Shopping-Anzeigen personalisieren.

Du magst dich vielleicht Fragen: Wieso? Was ist der ganze Trubel um Google Shopping? 

Ganz einfach ausgedrückt: Google Shopping Ergebnisse sind nicht auf derselben Art und Weise aufgebaut wie Google-Ads-Kampagnen für die Suchergebnisse. Bei Google-Ads-Kampagnen möchten Werbetreibende mit bestimmten Keywords Nutzer auf ihre Webseite oder Landing Pages locken.

Bei den Google Shopping Anzeigen hingegen haben Werbetreibende keine direkte Kontrolle darüber zu entscheiden, durch welche Suchbegriffe ihre Shopping-Anzeigen in den Suchergebnissen aufgelistet werden. Hierfür nutzt Google den Feed des Werbetreibenden um definieren zu können welche Anzeigen relevant für die Suche von Nutzern sind und auf Grundlage dessen listet Google die entsprechenden Anzeigen in den Suchergebnissen auf. 

Google Suche vs Google Shopping

Hierdurch wird deutlich, wie wichtig die Optimierung des Google Shopping Feeds ist damit deine Google Shopping Anzeigen deinen potenziellen Käufern angezeigt werden. 

Es wird noch schlimmer: wenn du deinen Feed nicht strategisch optimierst kann das sogar ernste Folgen haben wie zum Beispiel: 

  • Fehlende Präsenz bei Suchanfragen, bei denen du gerne auftauchen möchtest
  • Präsenz bei Suchanfragen, die nichts mit deinen Produkten zu tun haben, was zu einer niedrigen Klickrate, miesen Conversion-Raten und hohen CPA führt. 
  • Deine Konkurrenz schlägt dich sowohl in den bezahlten als auch organischen Suchanfragen.

Die strategische Planung und Optimierung deines Google Shopping-Feeds ist kein "Nice-to-have" für den Onlinehandel, sondern ausschlaggebend für deinen Erfolg. Ähnlich wie bei SEO gibt es bestimmte Attribute in deinem Produktfeed, die wichtiger sind als andere, daher werden wir diese zuerst behandeln.

Werfen wir also mal einen genaueren Blick darauf, wie du deinen Produktfeed für Google Shopping optimieren kannst.

Deinen Google Shopping Feed optimieren - die Grundlagen 

Wenn du bis zu diesem Abschnitt angekommen bist, hast du höchstwahrscheinlich schon den Wert eines optimierten Produktfeeds erkannt, was schonmal ein großartiger erster Schritt ist. Im Folgenden geben wir dir einige Tipps, damit du das Meiste aus deinen Feeds holen kannst.

Schaffe Ordnung 

Bevor du dich ans Eingemachte machst, musst du zuerst einmal das Format deiner Produktdaten an die Anforderungen von Google anpassen.

Hier musst du beachten, dass manche Attribute unbedingt erforderlich sind, während andere nur als optional betrachtet werden. Um deine Chancen zu erhöhen bei relevanten Suchanfragen aufgelistet zu werden, solltest du möglichst viele Informationen in deinem Feed auflisten, vorausgesetzt du hältst die zulässige Zeichenlänge ein. 

Du solltest dir außerdem darüber bewusst sein, dass es sich um einen kontinuierlichen Prozess hierbei handelt, weshalb es am besten ist ein standardisiertes Bearbeitungsprotokoll zu erstellen, das dein Team befolgen kann. 

Nur als kleine Anmerkung für dich: Mit Plytix kannst du deine Produktdaten mit mehr als 500 Kanälen, unter anderem Google Shopping, ganz schnell und einfach syndizieren. 

Werfen wir mal im Folgenden einen genaueren Blick auf die wichtigsten Attribute für deinen Produktfeed. 

1. Produkttitel 

Bei der Erstellung deiner Produkttitel solltest du einen gesunden Mittelweg finden zwischen: „nicht zu viel - nicht zu wenig - sondern genau richtig” mit relevanten Details (und Keywords) um Google selbst und deine Zielgruppe anzusprechen.  

Was gilt als zu lang? Alles, was mehr als 75 Zeichen hat, also wähle eine weise Wortwahl. 

Wie viele Details sollten erwähnt werden? So viele wie möglich, ohne dabei Keyword-Stuffing zu generieren. 

Für die Erstellung von effektiven Produkttiteln ist es am einfachsten die Begriffe zu nutzen, die deine Kunden für die Beschreibung deiner Artikel verwenden. 

Da die Google Shopping-Ergebnisse auf einer “Weitgehend-passenden-Suche” basieren (keine passende Wortgruppe oder genau passende Suche), solltest du sicherstellen, dass du dein primäres Keyword im Produkttitel verwendest.

2. Produktkategorien 

Die Produktkategorien sind extrem wichtig, da Google Shopping die Produkte anhand dieser intern organisiert. Da es mehr als 6000 verschiedene Kategorien gibt, und eine Kategorie bis zu fünf Ebenen tief sein kann, solltest du bei der Wahl deiner Kategorien so präzise wie möglich sein. 

Durch die Zuteilung zu der relevantesten Kategorie stellst du auch sicher, dass deine Anzeigen für die gewünschten Suchanfragen geschaltet werden. 

3. Produktbeschreibungen

Bei der Produktbeschreibung handelt es sich um ein weiteres erforderliches Attribut, das deinem Produkt zusätzlich zum Produkttitel mehr Kontext verleiht. Auch wenn hier die zulässige Zeichenlänge bei großzügigen 5000 Zeichen liegt, solltest du lieber so genau wie möglich deine Produkte beschreiben statt krampfhaft zu versuchen die Zeichenlänge mit übermäßigen, irrelevanten Informationen zu füllen. 

Eine gute Produktbeschreibung sollte: 

  • Ausführliche Details über das Produkt bieten (nicht über das Unternehmen, die Lieferinformationen, etc.!) 
  • Sekundäre Keywords über den Produkttitel hinaus verwenden  
  • Formatierungen wie Zeilenumbrüche, Fettdruck, Kursivschrift und Aufzählungszeichen verwenden

4. Global Trade Item Number (GTIN)

Basierend auf dem Barcode-System ist die GTIN im Grunde das UPC des Onlinehandels. Auch wenn diese Identifikationsnummer vielleicht nicht so sexy ist wie die oben aufgeführten Produktattribute, ist die GTIN jedoch ein entscheidendes Attribut für Google Shopping, um deine Produkte verstehen und nachverfolgen zu können. Ohne diese Nummer kannst du schlechthin diesen Dienst nicht nutzen. 

5. Produktbilder

Wie sagt man so schön: “das Auge isst mit”, und das trifft auch insbesondere beim Shopping zu, also liegt es nur nahe hoch qualitative Bilder für die Darstellung der Produkte zu nutzen. Für deine Google Shopping Anzeigen gibt es allerdings noch andere Best-Practices in Bezug auf die Produktbilder zu befolgen: 

  • Bildgröße: deine Bilder sollten eine Mindestgröße von 800x800 aufweisen und in etwa 10 MB groß sein (die maximale Dateigröße liegt bei 16MB)  
  • Mehrere Aufnahmen: verwende mindestens drei verschiedene Bilder für dasselbe Produkt, möglichst aus verschiedenen Perspektiven
  • Weißer Hintergrund: wenn möglich, solltest du einen makellosen weißen Hintergrund für deine Produktbilder nutzen 
  • Keine Wasserzeichen: verwende keine Wasserzeichen, Logos oder Werbetexte

Dies sind nur einige grundlegende Tipps, doch du kannst das Google Merchant Help Center für eine vollständige Liste von Regeln und Best-Practices für Produktbilder aufrufen. 

Checkliste für Google Shopping

6. Halte deine Daten stets in bester Ordnung 

Jetzt wo wir uns von den grundlegenden Google Shopping Best Practices in fortgeschrittene Taktiken bewegen, wird eine effiziente Ordnung deiner Daten immer wichtiger.  Wenn du mit großen Datenmengen arbeitest, wird es zwangsläufig auch zu einigen Fehlern kommen, das ist normal. Doch was nicht passieren sollte, ist diese Fehler unbemerkt davon kommen zu lassen, denn das kann dich am Ende in Form von ineffizienten Werbeausgaben teuer zu stehen zu bekommen.

Glücklicherweise wurde das Google Merchant Center dafür erstellt um dir dabei zu helfen jegliche Fehler in deinem Produktfeed ausfindig zu machen und diese zu beseitigen. Dafür kannst du ganz einfach deinen Feed hochladen und dir werden Fehler auf drei verschiedenen Ebenen angezeigt: Konto, Feed und Produkt. Hierbei solltest du dringend beachten, dass jegliche Fehler auf Kontoebene dazu führen können, dass dein Google Shopping Konto deaktiviert wird, also solltest du die Behebung dieser Fehler zu deiner obersten Priorität machen. Fehler auf der Feed- und Produktebene sollten ebenfalls so schnell wie möglich behoben werden, da diese zu Leistungsproblemen bei deinen Anzeigen führen können.

Optimiere deinen Google Shopping Feed - Fortgeschrittene Taktiken 

Wenn du die Liste mit den oben genannten Best-Practices bereits abgehakt hast, ist dein Feed bereits in einem ziemlich vorzeigbaren Zustand, doch es geht immer noch besser. Bringe deinen Feed auf das nächste Level mit diesen fortgeschrittenen Taktiken. 

1. Merchant Promotions

Sonderangebote in einem Onlineshop, die sich anhand eines Gutscheincodes anwenden lassen sind ziemlich üblich, doch wäre es nicht auch raffiniert diese Gutscheincodes an deinen Google Shopping Anzeigen anwenden zu können? 

Dies ist tatsächlich möglich! Hierfür musst du einfach nur das Attribut promotion_id in deinem Onlineproduktfeed verwenden, damit Google die in deinem Angebot enthaltenen Produkte erkennt und der Gutscheincode bei den zugehörigen Produkten angezeigt werden kann. 

Anzeigen, die mit einem Gutscheincode versehen sind haben üblicherweise einen extrem hohen CTR und Conversion-Rate. 

2. Dynamische Preisgestaltung 

Wenn es in deiner Nische viel Konkurrenz und hohe Preisschwankungen gibt, dann könnte das Dynamic Repricing (deutsch: dynamische Preisanpassung) interessant für dich sein. Diese Taktik erlaubt dir deine Preise automatisch an die Preise deiner Konkurrenten anzupassen. 

Für die Durchführung einer Dynamischen Preisstrategie benötigst du: 

  • Benutzerdefinierte Labels (später gehen wir genauer auf diese ein)
  • Eine Software für Preisoptimierung

Mit einer Software für Preisoptimierung kannst du die Preise all deiner Konkurrenten ermitteln und diese in einem nächsten Schritt mit deinem Produktfeed zusammenführen und anhand der Produkt-ID abgleichen. Erstelle danach ein benutzerdefiniertes Label mit einer Preisspanne, die Werte enthält wie niedrig, mittel und hoch. Diese Werte können dann für Gebote in deinen Shopping-Kampagnen entsprechend deiner Strategie verwendet werden. 

Dynamic-Repricing-Strategie

Beachte hierbei doch, dass man Strategien zur Preisreduzierung mit besonderer Vorsicht einsetzen sollte, um das Vertrauen deiner Kunden nicht zu verlieren.

3. Benutzerdefinierte Labels 

Wir haben bisher besonders die Best-Practices abgedeckt, die deinen Feed so optimieren, dass Google vorzugsweise die Anzeigen deiner Produkte schaltet, doch benutzerdefinierte Labels sind dir diesbezüglich tatsächlich keine Hilfe. Sie dienen vielmehr dazu deine Daten intern für erweiterte Berichte, tiefere Insights und erweiterten Segmentierungsmöglichkeiten  zu organisieren 

Du kannst benutzerdefinierte Labels als Filter betrachten, die dir erlauben die Ergebnisse deiner Kampagnen effektiv zu analysieren und Strategien für deine Gebote festzulegen. Preisspannen sind sehr häufig verwendete benutzerdefinierte Labels und bieten dir die Möglichkeit Produkte aus verschiedenen Kategorien mit ähnlichen Preisen miteinander zu verknüpfen, um somit deinen ROAS effektiv analysieren zu können. Darüber hinaus hast du auch die Möglichkeit eine "Preisspanne" als Gebotstaktik zu verwenden, indem du verstärkt auf teure Artikel oder Artikel mit höheren Gewinnspannen bieten kannst.

Die nächsten Schritte 

Wir hoffen dass dir dieser Artikel über die Optimierung deines Google Shopping Feeds gefallen hat und, was noch viel wichtiger ist, hilfreich für dich ist. In deinem Produktfeed steckt so viel Potenzial, doch es kann etwas verzwickt und äußerst technisch sein das volle Potenzial zu entfalten.

Natürlich gibt es noch neben Google Shopping so viele andere Vertriebskanäle, die deine Kunden online zum Shoppen nutzen. Von Google zu Amazon, über Ebay und bis hin zu Walmart, deine Kunden sind da draußen - und du solltest auch dort präsent sein! 

Mit der All-In-One Product Information Management Software  für den Einzelhandel von Plytix kannst du deine Produkte im Nullkommanichts auf Google Shopping bringen und das ist noch nicht alles. Mit unserem Produktfeed Management Tool kannst du deine Produkte ganz leicht und in sekundenschnelle auf alle deine Vertriebskanäle bringen. 

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