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Open-Source PIM: Warum Du Lieber Nicht In Eine DIY-Lösung Investieren Solltest

Open-Source PIM: Warum Du Lieber Nicht In Eine DIY-Lösung Investieren Solltest

Mit ein bisschen Googeln kann man so gut für alles eine kostenlose Version oder zumindest Eine zu einem Spottpreis finden. 

Aber nur weil du einen Film kostenlos von einer dubiosen Bit-Torrent-Seite herunterladen kannst, anstatt 2,99 Euro für die Ausleihe bei iTunes zu bezahlen, heißt das nicht dass du das tun solltest. Und nur weil du eine Open-Source Produktinformationsmanagement Software (PIM) herunterladen kannst, die kostengünstiger ist als eine SaaS-Version, solltest du das auch nicht tun.

Okay, hier vergleichen wir nun ein wenig Äpfel und Orangen miteinander.

Eine der genannten Handlungen verstößt buchstäblich gegen das Gesetz (Raubkopieren des Films - das müssen wir dir aber ja nicht erklären, oder?). Ein Open-Source PIM ist eine völlig legitime Option, mit der du zwar im Vorfeld etwas Geld sparen kannst, mit der sich aber auf lange Sicht die Kosten summieren können aufgrund des vermehrten Arbeitsaufwandes, der Wartung und Anpassungen.

Wenn du auf der Suche nach einem PIM-System bist, dann solltest du die Optionen sorgfältig abwägen. In diesem Artikel beleuchten wir die Vor- und Nachteile von Open-Source PIM und SaaS-PIM, sodass du das PIM wählen kannst, das sich am besten an die Bedürfnisse deines Unternehmens anpasst. 

Was ist ein Open-Source PIM?  

Bei einer Open-Source Software handelt es sich um eine Software, dessen Quellcode offen zugänglich ist und somit von jedem verändert und weiterverbreitet werden kann. 

Open-Source Software kann man in der Regel kostenlos runterladen, oder zumindest ist sie zu einem Spottpreis erhältlich im Gegensatz zu SaaS-Software. Allgemein betrachtet zählt diese Art von Software mit allen Funktionen wie eine gewöhnliche PIM-Software, so kann man beispielsweise mit einem Produktinformationsmanagement-System

  • Einheitliche Produktdaten über verschiedene Kanäle hinweg bereitstellen. 
  • Stets aktuelle und korrekte Produktdaten garantieren. 
  • Schnelleres und einfacheres Omni-Channel-Marketing und -Vertrieb ermöglichen.
  • Die Produkteinführungszeit erheblich reduzieren. 
  • Die Kommunikation mit Herstellern und Lieferanten verbessern. 
  • Die Kosten für das Produktdatenmanagement reduzieren. 
  • Sich durch die Flexibilität schneller an Marktänderungen anpassen. 

Produktinformationsmanagement-System

Jeder Onlinehändler sollte heutzutage über eine PIM-Lösung verfügen. Doch ist ein Open-Source PIM-System die richtige Wahl? 

Ganz oberflächlich betrachtet klingt eine Open-Source Alternative als eine attraktivere Lösung: sie ist günstiger als eine SaaS-PIM-Software und theoretisch völlig anpassbar, vorausgesetzt du zählst natürlich mit einem Entwicklerteam. Doch eine Open-Source Software ist tatsächlich nicht für jeden Einzelhändler oder Brand die richtige Wahl. Warum? Das erklären wir dir ganz ausführlich. 

Vor- und Nachteile eines Open-Source PIM

Egal für welche PIM-Lösung du dich entscheidest, letztendlich handelt es sich um eine ratsame Investition in dein Unternehmen. Du möchtest natürlich sicherstellen dass du den größtmöglichen Ertrag für dein investiertes Geld erhältst, weshalb du die verfügbaren PIM-Systeme sorgfältig abwägen solltest. 

Eines vorab: es gibt bei jeder Software Vor- und Nachteile. Doch ein Schritt nach dem Anderen: hier beleuchten wir zuerst einmal nur die Vor- und Nachteile einer Open-Source PIM-Software. 

Vorteile eines Open-Source PIM

Falls du eine Open-Source PIM-Lösung in Erwägung ziehst, dann hast du sicherlich schon von einigen dieser Vorteile gehört: 

  • Völlig anpassbare Lösung: du kannst die Software ganz nach den Bedürfnissen deines Unternehmens konfigurieren. 
  • Unbegrenzt viele API-Verbindungen, sodass du alle notwendigen Anschlüsse herstellen kannst und nicht nur die, die vom eigenen PIM-System angeboten werden. 
  • Flexibilität —du kannst jederzeit Änderungen an dem System vornehmen. 
  • Kostenlos oder sehr erschwinglich. Dies ist wahrscheinlich einer der Hauptbeweggründe warum du eine Open-Source PIM-Lösung in Betracht ziehst - oft sind diese kostenlos erhältlich oder zumindest in jedem Fall kostengünstiger als die anfallenden Lizenzgebühren eines SaaS-PIM. 

Nachteile eines Open-Source PIM

Bevor wir uns die Nachteile genauer ansehen, solltest du im Hinterkopf behalten dass wirklich kein System perfekt ist. Oft überwiegen die Nachteile einer Open-Source PIM-Lösung die Vorteile, die da wären: 

  • Wenn du nicht gerade ein Experte im Programmieren bist, dann musst du höchstwahrscheinlich ein IT-Team einstellen, um dir bei der Implementierung und Personalisierung des Systems zu helfen. 
  • Es kann schwierig sein kompatible Erweiterungen und Anschlüsse für ein Open-Source System zu finden. 
  • Open-Source PIM-Systeme enthalten in der Regel keine ergänzenden Plugins, was bei vielen SaaS-Systemen der Fall ist. 
  • Es ist kein Training oder keine Kundenbetreuung im System mit inbegriffen, eine Nebenleistung die üblicherweise in SaaS-Lösungen mit inbegriffen ist. 

Warum du ein SaaS-PIM statt ein Open-Source PIM wählen solltest 

Aufgrund der zuvor genannten Nachteile sind wir der Überzeugung dass eine SaaS-Lösung in den meisten Fällen eine bessere Option für Unternehmen ist. 

SaaS steht für Software as a Service. Es handelt sich um ein Softwaremodell, bei dem du für den Zugriff auf diese eine Lizenz zahlst, oft in Form eines monatlichen oder jährlichen Abonnements. 

Doch warum solltest du lieber eine SaaS-Software wählen? 

Wenn du dich für eine SaaS PIM-Lösung entscheidest kannst du dich vermehrt auf das konzentrieren, was wirklich zählt: die Verwaltung deiner Produktinformationen statt die Verwaltung des Systems. Bei einer Open-Source Lösung fallen viele Kosten bei der Einrichtung und Aufrechterhaltung des Systems an, da du hierfür höchstwahrscheinlich ein IT-Team benötigst. Bei einer SaaS-Lösung hingegen kannst du dich völlig auf die Bedürfnisse deines Unternehmens konzentrieren, ohne dich um die Anforderungen eines Entwicklerteams sorgen zu müssen. Hilfe bei der Implementierung und technischer Support sind in der Regel in der Lizenzgebühr von SaaS-Lösungen enthalten, so dass du dich auf das konzentrieren kannst, was du am besten kannst: die Verwaltung deines E-Commerce.

Auch wenn SaaS-Lösungen in der Regel eine kostspieligere Alternative sind, gibt es auch erschwingliche SaaS-Systeme. Plytix PIM richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen und ist bereits ab 300€ pro Monat erhältlich. Das heißt aber nicht, dass SaaS-Lösungen perfekt sind - sie sind halt nicht so personalisierbar. 

Hier besteht nicht die Möglichkeit den Quellcode der Software zu ändern und wenn du eine Funktionalität benötigst, die nicht im System verfügbar ist, kannst du diese nicht einfach selbst erstellen - die Funktionen sind darauf begrenzt, was die Entwickler der Software erstellen. 

SaaS und Open-Source PIM im direkten Vergleich  

Wenn du dich für eine PIM-Software entscheiden musst, die sich am besten an die Bedürfnisse deines Unternehmens anpasst, dann gibt es einige Anhaltspunkte, die du in jedem Falle bedenken und vergleichen solltest: 

  • Die benötigte Zeit, um dein PIM-Projekt ins Rollen zu bringen: SaaS-Lösungen sind so konzipiert, dass sie in der Regel schnell eingeführt und genutzt werden können. Bei einer Open-Source Software hingegen musst du dich zuerst um das Theme, Hosting und der Sicherheit vor der eigentlichen Einführung kümmern, was natürlich mehr Arbeitsaufwand und Zeit von dir beansprucht (oder realistischer gesehen von dem IT-Team, das dir bei der Einführung des Systems helfen muss...).  
  • Kontinuierliche Wartung und Unterstützung: während die Wartung und Kundenbetreuung normalerweise in den Lizenzgebühren von SaaS-Lösungen mit inbegriffen ist, bist du im Falle einer Open-Source Lösung ganz auf dich alleine gestellt. Du musst dafür sorgen, dass deine Software immer auf dem neuesten Stand ist, dass deine IT-Infrastruktur ordnungsgemäß gewartet wird und dass alles gehostet und sicher ist. Und wenn etwas schief geht, dann musst du die Fehlersuche und -behebung selbst in die Hand nehmen.
  • Sicherheit: Hacking ist leider eine Realität in der digitalen Welt. Du trägst deinen Kunden die Verantwortung gegenüber ihre privaten und sensible Daten stets sicher zu halten. Im Falle einer SaaS PIM-Lösung werden diese Sicherheitsmaßnahmen für dich übernommen und du musst dich nicht mehr darum sorgen, doch bei einer Open-Source Software bleibt auch das ganz dir überlassen. 
  • Integrationen: wie die meisten Onlinehändler heutzutage, nutzt du wahrscheinlich verschiedene Systeme um dein Geschäft am Laufen zu halten. Zusätzlich zu deinem PIM, verfügst du höchstwahrscheinlich über ein ERP, POS, verschiedene E-Commerce Plattformen, oder einem Bestandverwaltungssystem. Hat dein neues PIM die Möglichkeit sich mit deinen bereits bestehenden Systemen zu integrieren? 
  • Gesamtbetriebskosten: die anfänglich geringen (oder sogar nicht vorhandenen) Kosten einer Open-Source Software wirken sehr anlockend, doch möglicherweise wurde dir durch unsere genannten Punkte klar wie viele Kosten solch ein System eigentlich mit sich bringt durch anfallende IT-Integrationsprojekte, die Einstellung eines IT-Teams, die kontinuierliche Wartung, Sicherheitsbedenken und mögliche Verluste durch Ausfälle des Systems, um nur einige Bedenken zu nennen. Sind also die laufenden Kosten eines Open-Source PIM günstiger, als die Lizenzgebühren für eine SaaS-Lösung? Auf lange Sicht ganz sicher nicht. 

Eine “Do-It-Yourself” Open-Source PIM-Software mag vielleicht eine gute Option für technikbegeisterte Onlinehändler mit Programmierfähigkeiten sein, doch für den durchschnittlichen Onlinehändler, ist SaaS wohl glasklar die weisere Option. 

Wenn du auf der Suche nach einem passenden PIM-System für dein Unternehmen (und deinem gesamten Team) bist, dann wirf einen Blick auf unseren ultimativen Leitfaden für die Wahl deines PIM. Hier findest du alle Infos um die richtige Software für dich zu wählen. Wenn du ein PIM direkt im Einsatz sehen möchtest, dann teste Plytix kostenlos. 

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