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Search und Discover: so optimierst du deine Produktlistings

Wenn du an die Optimierung deiner Produktlistings (PLO) denkst, dann fällt dir wahrscheinlich als erstes die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ein, oder? Die ist auf jeden Fall für das Ranking deiner Produkteinträge ein Must-To, doch nicht die einzige Optimierungsmöglichkeit, die für mehr Conversions in deinem E-Commerce sorgt. 

Die Optimierung deiner Produktlistings lässt sich in zwei Kategorien unterteilen: Search (für Bots) und Discovery (für den eigentlichen User). Gemeinsam helfen sie deinen Kunden deine Produkte online zu finden und zu kaufen. 

Suchbegriff Apple ergibt keine SuchergebnisseSource

Die Konzepte der Seach- und Discovery-Optimierung gelten in erster Linie für die Suchmaschinen Google und Amazon - die größten Player mit dem höchsten Marktanteil in ihrem Bereich. Im Januar 2021 beherrschte Google den Suchmaschinenmarkt mit einem Marktanteil von 91,86 % im Vergleich zu seinem Zweitplatzierten Bing mit 2,71 %. - eindeutig also eine beliebte Anlaufstelle.

Auch wenn 63% aller Produktsuchen auf Amazon stattfinden, so beginnt nicht jeder Kunde mit seiner Produktsuche auf Amazons Homepage, geschweige denn Facebook oder einem anderen Kanal. Laut einer Studie “nutzen mehr Onlineshopper Googles Suchmaschine für die anfängliche Produktsuche und als Inspirationsquelle im Vergleich zu Amazon.” Hinzu kommt, dass fast 90 % des gesamten Suchvolumens auf Google zurückzuführen ist, weshalb Nutzer ihre Suche wahrscheinlich über diese Suchmaschine beginnen. 

Auch wenn die Geschäftsmodelle der einzelnen Marktplätze sehr unterschiedlich sind, so sind ihre Algorithmen ähnlich aufgebaut, um deine Produkte in der Suche erscheinen zu lassen und die Erkundung zu erleichtern.

Discover vs. Search: Die Unterschiede erklärt 

Bevor wir ins Detail gehen, ist es wichtig zu verstehen in welchem Zusammenhang Search und Discovery stehen. Während die eine Seite (Search) für sich alleine stehen kann, benötigt die andere Seite (Discovery) eine solide SEO-Grundlage, um eine Wirkung zu erzielen. Du kannst keine einflussreiche Discovery ohne Search abliefern, aber du kannst durchaus ein Top-Ranking Produkt ohne Discovery haben. Und genau hier versagen viele Onlinehändler. 

Während bei der herkömmlichen Suche Nutzer aktiv ihre Suchbegriffe in die Suchmaschine eingeben, funktioniert Google Discover genau andersherum: Mit dieser Funktion schlägt Google aktiv Inhalte vor, die für Nutzer von Interesse sein könnten basierend auf ihren Aktivitäten. Ein gut optimiertes Produktangebot umfasst beides, da es sich an Kunden in unterschiedlichen Phasen des Kaufprozesses richtet.

Leider sehen wir viel zu häufig dass Onlinehändler die Optimierungsprozesse nicht genug Aufmerksamkeit schenken und unter den Teppich kehren. Sie sind in der Regel so sehr mit dem Verkauf ihrer Produkte beschäfigt, dass sie vergessen wie man sie verkaufen kann. Ein gutes Produktlisting setzt sich nämlich sowohl aus Search- als auch Discovery-Taktiken zusammen: zielgerichtete SEO Keywords, personalisierte Informationen, eine strukturierte Taxonomie und ansprechende visuelle Inhalte. Produkteinträge, die nicht all die genannten Faktoren aufweisen, lassen schnell zu wünschen übrig und sorgen für ein schlechtes Produkterlebnis. 

Herkömmliche Suche (Search) 

Die herkömmliche Googlesuche ist der beliebteste Weg neue Produkte online zu finden. Warum? Es ist bequem, und Nutzer sind bestens damit vertraut. Die Suchfunktion der Suchmaschinen bringt die richtigen Inhalte vor die richigen Kunden und es sorgt für mehr Sichtbarkeit deines Angebotes in den Suchergebnissen. Wann immer Nutzer einen Suchbegriff in die Suchmaschine eingeben, spuckt Google Produkte aus, die mit den eingegebenen Keywords zusammenhängen. Wenn du die von Nutzern verwendeten Suchbegriffe in deine Produkteinträge mit einbringst, dann sorgst du für ein besseres Ranking in den Suchergebnissen und somit für eine höhere Wahrscheinlichkeit dass potenzielle Käufer deine Produkte kaufen. 

Bis jetzt funktioniert die herkömmliche Suche besonders gut für Käufer, die bereits wissen was sie wollen. Für diejenigen, die online einfach nur stöbern und sich inspirieren lassen wollen, ist es weniger gedacht, da Search üblicherweise speziell für Bots für Ranking-Zwecke optimiert wird. 

Klingt nicht ganz einleuchtend? Stell dir vor du bist auf der Suche nach einem “großen weißen Kissen mit floralem Muster” - hierbei kann Google dir sicherlich helfen! Wenn du aber in die Suchleiste nur “große Kissen” eingibst, dann wirst du wahrscheinlich vergeblich auf Eines in weiß mit floralem Muster stoßen. Mag vielleicht klar für den Nutzer sein, aber nicht für die Suchmaschine selbst. Das kann ziemlich frustrierend für Kunden sein und diejenigen abschrecken, die vielleicht nur zum Vergnügen stöbern möchten. Wenn du also deine Attribute und Kategorisierungen für die Suchmaschine optimierst (SEO), kannst du unentschlossene Nutzer bei der Produktsuche und Kaufentscheidung helfen. 

3 Tipps wie man für die Suche optimieren kann 

  • Konzentriere dich auf die wichtigsten Informationen 

    Wenn du ein Produkt online listen möchtest, solltest du sicherstellen dass du die wichtigsten Informationen über dein Produktangebot mit deinen Kunden zu teilst. Hier stellt sich die großartige Gelegenheit umfangreiche Inhalte einzubinden wie Bilder, Videos, detaillierte Spezifikationen und so viel mehr, die eine Geschichte über deine Produkte erzählen und deine potenziellen Kunden begeistern. Deine bereitgestellten Produktinformationen sollten hier natürlich fehlerfrei und immer up to date sein. Außerdem solltest du auch nicht vergessen dass alle Marktplätze und andere Verkaufskanäle ihre eigenen Anforderungen an die zu bereitstellenden Prodktinformationen haben, die über die von uns genannten Tipps hinausgehen. 
  • Binde deine Suchbegriffe auf natürliche Weise ein 

    Die Einbindung von Suchbegriffen (Keywords) mit einem hohen Suchvolumen oder häufig gestellte Fragen oder Sätze in deinen Produkttiteln, Beschreibungen und Bildern ist etwas, was du in jedem Fall auf deine To-Do Liste setzen solltest. Das sorgt dafür dass du mit Seiten in Konkurrenz treten kannst, die dieselben oder ähnliche Produkte anbieten und es erhöht deine Sichtbarkeit in den Suchmaschinen. Wenn Google beispielsweise einmal von deinen Content Wind bekommt, kann die Suchmaschine deine Brand eventuell mehr Gewicht schenken und dir ein besseres Ranking in den Suchergebnisseiten (SERPs) verleihen. 

    Einsatz von Keywords in Produktbeschreibung

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  • Sprich die Sprache deiner Zielgruppe 

    Wähle eine Sprache, die deine ideale Zielgruppe auch anspricht. 
    Wenn du zum Beispiel luxuriöse Artikel verkaufen solltest, solltest du einen eher gehobenen Ton in deiner Kommunikation in Erwägung ziehen. Wenn deine Zielgruppe aber eher eine jüngere Generation ist, solltest du eine eher simple Umgangssprache nutzen. Der von dir verwendete Tonfall wird von den Search-Bots analysiert und dafür genutzt um deine Inhalte und deine Brand besser zu verstehen und einordnen zu können. Um also sicherzustellen, dass deine Inhalte für deine Kunden relevant sind, solltest du deine Produktinformationen nach Alter, Geschlecht, Beruf, Einkommen usw. anpassen, um gezielte, kontextbezogene Suchtreffer zu erzielen.

Discovery 

Die Discovery-Funktion ist für die Schaufenster-Shopper des Internets. 

Discover ist für jeden Marketplace, Verkaufskanal oder Vergleichsplattform von Interesse, die versucht, aus der Masse herauszustechen. Bei dieser Taktik liegt der Fokus in der Personalisierung, hier stehen nämlich Standort, Gerät oder früherer Aktivitäten der Nutzer im Vordergrund um relevanten Content für Nutzer bereitzustellen und diese auf dein Produktangebot anzulocken. Dieser personalisierte Ansatz ist für Nutzer auch attraktiv, da sie hier anhand von Filteroptionen immer das finden können, wonach sie suchen.  

Wenn wir zum Beispiel zurück zu unserem oben genannten Kopfkissen-Beispiel gehen, würdest du hier besonderes Augenmerk of die Optimierung der Attribute legen und Informationen definieren wie Stil, Material, Breite, Höhe, Form usw., um die Filterung einfacher und übersichtlicher zu gestalten. Diese eindeutigen Listungsbegriffe werden mit Suchbegriffen gekoppelt, um die Sichtbarkeit und das Conversionspotenzial zu maximieren.

Discovery ist keine einmalige Optimierung, sondern sollte kontinuierlich mit den sich ändernen Kundenbedürfnissen angepasst werden. Wenn du feststellst dass Nutzer die Filter nicht so verwenden, wie du es dir vielleicht vorgestellt hast, dann überdenke deine verwendeten Filter und aktualisiere deine Produktinformationen entsprechend. 

Häufige Fehler oder Suchbegriffe sollten bei der Discovery Optimierung ebenfalls in Erwägung gezogen werden. Wenn du beispielsweise ein Wort verwendest, das häufig falsch geschrieben wird, dann solltest du das berücksichtigen und deine Kunden zum richtig geschriebenen Eintrag weiterleiten. Achte darauf, dass deine Produkte für breite Suchbegriffe getaggt sind, mit detaillierten Meta-Content für jeden verwendeten Suchbegriff. 

3 Tipps wie man für Discover optimieren kann 

  • Personalisiere deine Produktdaten 

    Brands sollten ihre Inhalte nicht nur für die Suchmaschine optimieren, sondern auch für jeden Kunden. Hierfür können auf verschiedene Ansätze zurückgegriffen werden, wie der Segmentierung des Inhaltsangebots nach Standort, personalisierte On-Page-Popups, Produktempfehlungen auf der Grundlage früherer Suchanfragen, dynamische Preisgestaltung usw..Wenn du deine Inhalte an die Interessen, das Kaufverhalten oder Suchaktivitäten deiner Kunden anpasst, dann erhöhst du auch die Warscheinlichkeit dass deine Produkte verkauft werden. 

    Nutzern, die deine Webseite zum ersten Mal besuchen, kannst du beispielsweise einen Rabatt anbieten oder Vorschläge basierend auf ihren vergangenen Suchverläufen. Wenn du Daten über das Verhalten deiner Nutzer auf deiner Webseite sammelst, dann erhältst du Einsichten darüber, was sie zum Klicken bewegt. Diese Insights helfen dir dabei einen außergewöhnlichen Service anzubieten, der auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. 
  • Erstelle eine klar strukturierte Taxonomie 

    Das Durchstöbern einer Webseite macht so viel mehr Spaß wenn man sich seinen Weg durch das Menü, Kategorien und Attributen filtern kann, ohne dabei auf Frustrationen zu stoßen. Was für ein Traum wenn man ein Produkt anhand bestimmter Kriterien herausgefiltert hat, und man auch wirklich diese Informationen im Produktlisting wiederfindet! Webseiten mit einem breiten Produktangebot können manchmal etwas überfordernd für Onlinekäufer sein, insbesondere wenn sie es eilig haben. Niemand will Stunden damit verbringen einen neuen Teppich zu finden, sorg also dafür dass diese Produktsuche mühelos für deine Nutzer ist, indem du eine sorgfältig durchdachte Taxonomie für deine Produkte erstellt, die auch relevant für deine Kunden sind. 


    Eine gut durchdachte Taxonomie für Produkte

     

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  • Vorschläge zur automatischen Vervollständigung von Suchanfragen

    Kunden wünschen sich immer mehr, dass Marken ihre Fragen oder Anfragen mit Suchempfehlungen beantworten. Je intelligenter die Algorithmen werden, desto einfacher wird es für Marken, die nächsten Schritte der Kunden vorherzusagen.

    Die Verbraucher von heute möchten einen bequemen Kaufprozess, und die automatisch ausgefüllten Antwortmöglichkeiten ermöglichen genau das. Diese automatisch generierten Vorschläge können deine Conversionraten sogar um bis zu 24% erhöhen. Die Vorschläge basieren auf Auswertungen von Kaufdaten und früheren Interaktionen auf deiner Webseite. 

Automatische Vervollständigung von Suchbegriffen

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Kombiniere beide Taktiken für den langfristigen Erfolg 

Ein einheitlicher Ansatz ermöglicht es sowohl Nutzern als auch Browsern, deine Website zu besuchen und einen Kauf zu tätigen, unabhängig von der ursprünglichen Absicht. Heute stammen mehr als 43 % des E-Commerce Traffic aus der organischen Google-Suche, d. h. aus der Eingabe relevanter Keywords in die Suchleiste. Dies zeigt wie wichtig die Suchmaschinenoptimierung ist. Wenn du also einmal deinen Content für die Suchmaschinen optimiert hast, solltest du deine Strategie auch für deine Nutzer verfeinern.

Bei einer kontinuierlichen Überwachung der Interaktion deiner Nutzer mit deinem Content, kannst du ein konsistentes Sucherlebnis bieten, das deinen Kunden den Weg zum Kauf erleichtert. Auch hier gilt: wenn du dein Angebot ständig optimierst, um deine Relevanz zu erhalten, kannst du deine Brand auf Marktplätzen und anderen Kanälen leichter ausbauen. 

Produktlisting Optimierung richtig anpacken mit einem PIM 

Beim Onlineshopping gibt es einen sehr schmalen Grat zwischen der Bereitstellung von detaillierten, relevanten Produktinformationen und der Überflutung von irrelevanten, überfordernden Details. Das Kaufverhalten, die Anforderungen und die Suchanfragen deiner Kunden ändern sich fast täglich, und es liegt an dir mit diesem Tempo Schritt zu halten. Die Dokumentation all dieser Anpassungen in einer Excel-Tabelle ist einfach nicht tragbar für die Verteilung deiner Produktdaten auf all deine Kanäle. Genau hier kann dir ein Product Information Management Tool die Arbeit erleichtern. Wenn du deine gesamten Produktinhalte an einem Ort verwaltest und optimierst, kannst du deine Produkte überall - und schnell - verkaufen.

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